Azubi- und Junges Wohnen
Mehr als 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Handwerk, Wohnungswirtschaft, Architektur, Verwaltung und lokalen Unternehmen haben am Donnerstag an einer Fachveranstaltung der Elmshorner CDU zum Thema Azubi- und Junges Wohnen teilgenommen. Die hohe Beteiligung zeigt, wie dringlich die Frage nach bezahlbarem Wohnraum für Auszubildende und junge Fachkräfte inzwischen geworden ist.
Den fachlichen Auftakt gestaltete Dr. Stefan Brauckmann vom Moses Mendelssohn Institut. In seinem Impulsvortrag erläuterte er, warum Wohnangebote für junge Menschen zunehmend ein entscheidender Standortfaktor sind und welche Modelle sich bundesweit bewährt haben. Besonders hob er hervor, dass zentrale Lagen und kurze Wege für Auszubildende eine große Rolle spielen.
Anschließend berichtete Birte Glißmann, MdL, über erfolgreiche Beispiele aus Schleswig-Holstein sowie über aktuelle Förderprogramme des Landes im Bereich Junges Wohnen und dem neu gegründeten Azubiwerk. Sie machte deutlich, dass Kommunen ausdrücklich ermutigt werden, neue Wohnformen zu entwickeln und bestehende Potenziale zu nutzen.
Oberbürgermeister Erik Sachse und Baustadtrat Marius Munk stellten die Elmshorner Perspektive vor. Sie präsentierten mögliche Flächen und erläuterten, wie das Thema in die städtische Entwicklungsstrategie eingebettet werden kann. Beide betonten, dass Azubiwohnen ein wichtiger Baustein für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung sei.
Durch den Abend führte Immo Neufeldt, Fraktionsvorsitzender der CDU Elmshorn, der eigene berufliche Erfahrungen aus dem Wohnungsbau und dem Bereich Microliving einbrachte. Nach dem offiziellen Teil nutzten viele Teilnehmende die Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung.
Fazit der CDU Elmshorn: „Wir haben an diesem Abend vom Experten mitgenommen, dass eine zentrale Lage im Stadtumbaugebiet zu bevorzugen ist. Das deckt sich mit unserer Strategie, junge Menschen wieder stärker für die Elmshorner Innenstadt zu gewinnen“, so Neufeldt. Denkbar könnte auch die Nachnutzung des alten Rathauses sein, sofern es erhebliche Zugeständnisse bei den Denkmalschutzauflagen gibt. Die CDU kündigte an, als nächsten Schritt die Verwaltung mit einer Bedarfsanalyse für Azubi- und Junges Wohnen in Elmshorn zu beauftragen.